Letzte Etappe vor Paris

In Budapest fanden die Olympic Qualifier Series statt – mit der DOA als Gast

Eine Skaterin bei den Olympic Qualifier Series in Budapest
Skaterin Gabi Mazetto (BRA) während der OQS
in Budapest. © OIS/Kieran Cleeves

Nach ihrem ersten Stopp in Shanghai wurde vom 20. bis 23. Juni die zweite und finale Station der „Olympic Qualifier Series“ in der ungarischen Hauptstadt ausgerichtet. Bei dem zweiteiligen Festival traten über 450 Athlet*innen aus der ganzen Welt an, um sich in den Disziplinen BMX Freestyle, Breaking, Skateboard und Sportklettern für Paris 2024 zu qualifizieren. Neben Trendsport wurde ein Mix aus Kunst, Mode und Musik geboten. Auf Einladung des Nationalen Olympischen Komitees Ungarns waren Direktor Dr. Gerald Fritz und Bildungsreferent Henning Kunkel für die Deutsche Olympische Akademie (DOA) vor Ort.

Von Sport und Kultur zu Bildung

Sie besichtigten auf dem Ludovika-Campus ein Projekt des „Olympic Values Education Programme“, das von der Ungarischen Olympischen Akademie organisiert wurde. Mithilfe von OVEP, einer Initiative des Internationalen Olympischen Komitees, sollen Veranstaltungen und Lehrmaterialien angeboten werden, um die olympischen Werte zu fördern. Außerdem sollen Kinder und Jugendliche für Bewegung und Sport begeistert werden.

Ein Paradebeispiel stellte das Event in Budapest dar, das federführend von Lilla Szijj, OVEP-Trainerin und Managerin Olympic Education, koordiniert worden war: An 13 interaktiven Stationen erlebten und erarbeiteten über 500 Schüler*innen u. a. die olympische Symbolik. Bei Bewegungsaufgaben waren sie gefordert, durch Teamwork einen Parkour auf einem Skateboard zu überwinden – mit zugebundenen Augen. Eine andere Station simulierte die Rolle eines Organisationskomitees. Die Teilnehmenden diskutierten, was ihnen bei der Ausrichtung von Olympischen Spielen wichtig ist, und reflektierten sportpolitische Beweggründe.

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    Der Ludovika-Campus bot perfekte Bedingungen für die Sportarten. © OIS/Jonathan Nackstrand
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    B-Boy Lee-Lou Demierre (NED) während eines Breaking-Battles. © OIS/Kieran Cleeves
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    Stefan Scherz (AUT), Luo Zhilu (CHN) und Nicolai Uznik (AUT) während eines Wettkampfes im Bouldern. © OIS/Kieran Cleeves
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    Skaterin Gabi Mazetto (BRA) zeigte ihre Tricks in Budapest. © OIS/Kieran Cleeves
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    Edvards Gruzitis (LAT) flog auf seinem BMX durch die Luft. © OIS/Jonathan Nackstrand
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    IOC-Präsident Thomas Bach (m.) und die Delegierten um Henning Kunkel (2.v.l.) und Gerald Fritz (5.v.l). © MOB
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    Thomas Bach (m.) im Gespräch mit den NOA-Delegierten. © Fritz
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    Gruppenfoto mit OVEP-Trainerin Lilla Szijj (l.), Angelita Teo (m.), IOC-Direktorin der Olympic Foundation for Culture and Heritage, und den NOA-Delegierten. © Fritz
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    Eine OVEP-Station befasste sich mit dem Thema "Striving for Excellence". © Fritz
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Inspiration für „Olympia ruft: Mach mit!“

„Für uns dient der sehr kreative Ansatz und die praktische Umsetzung von OVEP hier in Budapest als Vorbild“, stellt Fritz heraus. Für die Weiterentwicklung der DOA-Unterrichtsmaterialien sei das Bildungsprogramm ein wertvoller Anreiz. „Ungarn macht vor, wie OVEP erfolgreich eingesetzt und auf die nationalen Bedürfnisse angepasst werden kann“, so der Direktor.

Auch zahlreiche weitere Nationale Olympische Akademien waren zu Besuch, aus Griechenland, das jüngst die OVEP-Materialien übersetzt hat, Albanien, Italien, Litauen, Portugal, Saudi-Arabien und Serbien. Mit den Delegierten tauschten sich die beiden DOA-Vertreter über die konzeptionelle Ausrichtung in der Olympischen Erziehung aus.

„Die Kombination aus Bildungsangeboten und spektakulären Wettkämpfen begeistert die Schüler*innen sichtlich. Solche Events initiieren eine Verbundenheit der jungen Generation mit den Olympischen Spielen“, resümierte Kunkel, der bis vor 1,5 Jahren als Grundschullehrer unterrichtet hat. „Wenn dann Skateboarderinnen oder Breaker mit akrobatischen Einlagen begeistern, reißt es nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch uns Erwachsene mit.“