Sotschi entdeckt und spannende Einblicke im Talk gewonnen

Nach zwei erfolgreichen Wettkampftagen stand am Montag die Kultur des Gastgeberlandes im Vordergrund. Nach einer gut halbstündigen Busfahrt erreichten die Teilnehmer das Stadtzentrum von Sotschi. Dort besichtigte die Gruppe zuerst den „Baum der Freundschaft" in einem idyllischen Park. Das Gewächs hat eine lange Tradition und trägt 45 verschiedene Zitrusfrüchte. Was seinerzeit als wissenschaftliche Spielerei begann, entwickelte sich seit den 1950-er Jahren zu einem Symbol der Völkerverständigung. Bedeutende Persönlichkeiten aus mittlerweile 167 Ländern verewigten sich mit Plaketten und beteiligten sich mit einer Pfropfung an der Spezialzüchtung. Die zahlreichen Gastgeschenke der Besucher füllen sogar ein eigenes Museum. Danach ging es weiter zu Fuß durch die Stadt. Die sympathische Fremdenführerin hatte Anekdoten zu den zahlreichen grünen Gärten parat. „Durch die vielen Parks wirkt die Innenstadt total grün. Und es ist schon verrückt, wenn man hinter Palmen in der Ferne die schneebedeckten Berge sieht", sagte Aaron Appelhans. Sichtlich genoss der 18-jährige Skilangläufer aus dem Sauerland die Sonne und die frühlingshaften Temperaturen.

Einen runden Abschluss bildete der Besuch des 2010 eröffneten Museum of Sochi Sport Honour. Verschiedene Exponate gewährten den Jugendlichen einen Einblick in die russische Sportgeschichte. Zahlreiche Teilnehmer nutzten außerdem die Chance, sich dort mit einer Olympischen Fackel abzulichten. Danach stürzten sie sich in das Getümmel der Uferpromenade und ergatterten „olympische" Andenken in den Souvenirshops.

Am Abend erhielt das DOJL prominenten Besuch auf der „Louis Olympia". Claus Lufen, Moderator der ARD und in Sotschi zuständig für die Berichterstattung in den Sportarten Rodeln und Bob, stand den Jugendlichen in einer Talkrunde Rede und Antwort. Mit ihm berichteten Olympiasieger und DOJL-Pate André Lange sowie Olympiasiegerin und Betreuerin Katrin Mattscherodt von ihren olympischen Erlebnissen. „Olympia ist immer etwas Besonderes. Am Samstag wieder in einer olympischen Eishalle zu stehen, aber auf den Rängen Platz zu nehmen, war ein merkwürdiges Gefühl. Aber es war schön, so viele bekannte Gesichter wiederzusehen", beschrieb die ehemalige Eisschnellläuferin ihre Emotionen.

Nach drei Teilnahmen muss sich auch Lange noch daran gewöhnen, als Zuschauer Olympische Spiele zu erleben. „Vor allem tun mir meine Füße weh. Als Athlet wartet überall ein Shuttle und man ist in einem gewissen Tunnel. Als Zuschauer bekommt man das ganze Umfeld mit", sagte Lange. Für Lufen sind die Olympischen Spiele vor allem Arbeit. „Ich arbeite hier gut 14 Stunden am Tag. Aber das ist eben Olympia, und Olympia ist eben besonders", erklärte Lufen. Diskutiert wurde auch über die Wechselbeziehung zwischen Journalisten und Athleten. „André hat uns zwischen den Läufen nie Interviews gegeben. Das war für uns natürlich katastrophal. Auch wenn ich das sportlich natürlich nachvollziehen konnte", blickte der Moderator zurück. „Dafür habe ich auch wirklich mit keinem Pressevertreter gesprochen und das durchgezogen. Das ist sehr wichtig", ergänzte der erfolgreichste Bobpilot der Olympischen Geschichte. Insgesamt ein einmaliger Einblick in die Lebenswelt von erfolgreichen Sportlern und Journalisten für die jungen Nachwuchsathleten.

Diese Website nutzt Cookies, um eine bestmögliche Funktionalität bieten zu können
(weitere Informationen).

Sie können sich entscheiden, ob in Ihrem Browser ein eindeutiger Webanalyse-Cookie abgelegt werden darf, um dem Betreiber der Website die Erfassung und Analyse verschiedener statistischer Daten zu ermöglichen. Wenn Sie sich dagegen entscheiden möchten, entfernen Sie den Haken in unserer Datenschutzerklärung unter Punkt „4.9 Matomo (ehemals Piwik)“ unter Punkt „4.9 Matomo (ehemals Piwik)“, um den Matomo-Deaktivierungs-Cookie in Ihrem Browser abzulegen.