Jugendliche erleben Sportpolitik

 

Auch in Sotschi erfreut sich das Deutsche Olympische Jugendlager der Besuche von Vertretern aus der Politik. Bei Gesprächen in zwangloser Atmosphäre sind es aber nicht nur die Jugendlichen, die sich mit vielen Fragen an die Politiker wenden. Voller Neugier und interessiert an den Erfahrungen der Nachwuchssportler zeigten sich Michaela Engelmeier-Heite (SPD) und Katrin Kunert (Die LINKE), die sich als Vertreterinnen und Vertreter aus dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages mit einer Teilnehmergruppe im Deutschen Haus am 8. Februar trafen. Beide hatten sich trotz einiger kritischer Stimmen auf den Weg in den Kaukasus gemacht, um vor Ort in den Austausch mit ansässigen Vertretern aus Politik und Kultur zu treten. „Es war uns einfach wichtig, dass wir uns ein eigenes Bild von den Gegebenheiten vor Ort machen können. Diese Chance wollten wir uns nicht entgehen lassen", sagte Engelmeier-Heite.

Mosaiksteine dieses Gesamteindrucks sind auch die Schilderungen der Jugendlichen, die mit leuchtenden Augen von ihren „olympischen" Erfahrungen berichteten. Zur Sprache kamen aber auch solche Themen, die im Vorfeld und während der Spiele die Berichterstattung geprägt haben. „Natürlich spielen Menschenrechte und Umweltschutz auch bei unserem Besuch eine wichtige Rolle. Diese werden wir in Gesprächen mit einfließen lassen, dafür wollen wir sensibilisieren", ergänzte Kunert.

Nach zwei erfolgreichen und spannenden Wettkampftagen erhielten die Jugendlichen am 13. Februar einen Einblick in die Sportpolitik Berlins. Andreas Statzkowski, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie Dr. Herbert Dierker, Abteilungsleiter Sport beim Senator für Inneres und Sport, standen den Teilnehmern des Deutschen Olympischen Jugendlagers Rede und Antwort. Dabei sprachen die Politiker und jungen Athleten auch über die Menschenrechtssituation in Russland. „Ich mache immer auf diese Themen aufmerksam. Ich habe mich bewusst für den Besuch entschieden. Es ist auch ein Zeichen für unsere olympischen Athleten", erklärte Statzkowski zu Beginn des Besuchs. Außerdem sprachen die beiden Landespolitiker über Sportförderung und den Ausbau von Sportstätten in der Bundeshauptstadt.

Natürlich stand auch das Thema Olympiabewerbung in Deutschland und Berlin im Raum. Dabei verwies Statzkowski auf die Vielzahl der internationalen Sportveranstaltungen, die in den kommenden Jahren in Berlin stattfinden werden. „Es war schön, dass sich die Gäste für uns Zeit genommen haben. In ihren Ausführungen haben sie viele verschiedene Punkte angesprochen und uns damit einen Einblick in ihre Aufgabenfelder geben können", sagte Vera Biastoch nach dem Gespräch.