Rücktritt von Gudrun Doll-Tepper

Die DOA-Vorsitzende legt mit sofortiger Wirkung ihr Amt nieder – aus gesundheitlichen Gründen

Gudrun Doll-Tepper lächelt in die Kamera
Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper. © DOA

Seit Gründung der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) 2007 prägte Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper die DOSB-nahe Institution als Vorsitzende. Gestern die überraschende Nachricht: Aus gesundheitlichen Gründen tritt die Berliner Professorin, die vor Kurzem für ihr herausragendes Engagement zum DOSB-Ehrenmitglied gewählt worden war, von ihren ehrenamtlichen Ämtern als Vorsitzende zurück – neben der DOA auch beim Deutschen Sport & Olympia Museum (DSOM).

2006 – Gründungsmitglied des ersten DOSB-Präsidiums

Die langjährige DOSB-Vizepräsidentin war 2021 als letztes Mitglied aus dem ersten Präsidium der neuen Dachorganisation ausgeschieden, in der das Nationale Olympische Komitee (NOK) für Deutschland und der Deutsche Sportbund (DSB) zusammengeführt worden waren. Dennoch engagierte sich Doll-Tepper weiterhin als Vorsitzende in der DOA und im DSOM. Verena Bentele, die als Vizepräsidentin im Dezember die Laudatio auf das neue DOSB-Ehrenmitglied hielt, hob die Berlinerin als „außergewöhnliche Persönlichkeit des deutschen Sports“ hervor.

Auch DOSB-Präsident Thomas Weikert würdigt ihr jahrzehntelanges Engagement:

„Gudrun Doll-Tepper hat sich wie wenige andere Personen über Jahre hinweg in den Dienst der Olympischen Bewegung gestellt. Dafür gebührt ihr der ausdrückliche Dank und Respekt des gesamten DOSB und des organisierten Sports. Ich wünsche ihr für ihre Zukunft alles Gute und viel Kraft.“

Thomas Weikert, Gudrun Doll-Tepper und Verena Bentele (v. l. n. r.)

2007 – Gründungsmitglied und Vorsitzende des DOA-Vorstands

Zu ihrem Abschied aus der DOA nach 18 Jahren sagt Gudrun Doll-Tepper:

„Seit dem ersten Tag des Bestehens der Deutschen Olympischen Akademie habe ich mich als Vorsitzende sehr gerne ehrenamtlich engagiert. Die Zusammenarbeit mit unzähligen Menschen im Haus des Deutschen Sports an der Otto-Fleck-Schneise, in der Olympischen Bewegung und aus anderen Bereichen habe ich als sehr motivierend und wertvoll erlebt. Ich denke an viele gemeinsame Aktivitäten zurück und bin dankbar für das, was wir erreicht haben: die Olympische Idee, insbesondere im Kontext einer Wertevermittlung, weiterzutragen und Begeisterung zu erzeugen.“

Aus gesundheitlichen Gründen sei es ihr nicht möglich, ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Bildungseinrichtung fortzusetzen. Daher trete sie als Vorsitzende und Vorstandsmitglied mit sofortiger Wirkung zurück. „Ich bedanke mich bei euch allen für das konstruktive Miteinander, für eine unvergessliche Zeit in und mit der DOA“, betont die Berlinerin abschließend.

Die vakante Position Doll-Teppers wird bis auf Weiteres ihre Stellvertreterin, Prof. Dr. Annette Hofmann, übernehmen.