EFPM-Ehrung für Timo Boll
Die deutsche Tischtennislegende wurde mit dem „Spirit of Fair Play Award“ ausgezeichnet
![]() |
| Manfred Lämmer (l.) und Timo Boll. © ETTU |
Ein leuchtendes Vorbild für Fairness im Sport: Ob im Team D oder bei seinem Verein Borussia Düsseldorf – für Timo Boll geht es stets um mehr als nur um erste Plätze und Goldmedaillen. Für seine selbstlose Haltung, die den Linkshänder weltweit populär gemacht hat, wurde er nun von der „European Fair Play Movement“ (EFPM) geehrt. Den „Spirit of Fair Play Award“ überreichte ihm Prof. Dr. Manfred Lämmer, langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) und EFPM-Ehrenmitglied.
Verleihung beim Final Four in Saarbrücken
Timo Boll befindet sich auf der Zielgeraden seiner herausragenden Karriere. An der „European Fair Play Award Ceremony“ in Olympia, Griechenland konnte er daher nicht teilnehmen – wenige Tage später stand das Final Four der Champions League auf dem Programm.
Um dem Ausnahmesportler seine Auszeichnung persönlich zu übergeben, reiste Manfred Lämmer, der Timo Boll gemeinsam mit DOSB-Präsident Thomas Weikert nominiert hatte, anstelle von EFPM-Präsident Philippe Housiaux nach Saarbrücken und übernahm die Ehrung:
„In einer Zeit, in der sportlicher Erfolg oft an Medaillen und Rekorden gemessen wird, erinnert uns Timo Boll daran, dass wahre Größe im Verhalten liegt – sowohl in Momenten, in denen niemand hinschaut, als auch dann, wenn es um alles geht. Seine Auszeichnung ist ein Zeichen dafür, was Sport im besten Sinne sein kann.
Timo Boll ist mehr als einer der erfolgreichsten Tischtennisspieler Europas – er ist eine moralische Instanz. Seit über zwei Jahrzehnten verkörpert er wie kaum ein anderer die Grundwerte des Fair Play: Respekt, Integrität und eine selbstlose Haltung im Sinne seiner Mitmenschen. Seine gesamte Karriere ist ein leuchtendes Beispiel gelebter sportlicher Ethik.
Ein herausragendes Beispiel lieferte Boll bei der Weltmeisterschaft 2005, als er im letzten Satz gegen Liu Guozheng einen zu seinen Gunsten gewerteten Matchball reklamierte, obwohl ihm der Sieg sicher gewesen wäre. Diese außergewöhnliche Geste kostete ihn das Weiterkommen, brachte ihm jedoch die Herzen des chinesischen Publikums ein.
Mit seiner konsequenten Haltung hat er wesentlich dazu beigetragen, dass Tischtennis heute als eine der fairsten Sportarten gilt. Timo Boll dient als strahlendes Vorbild – für die internationale Sportgemeinschaft ebenso wie für jüngere Generationen.“
Über die „European Fair Play Movement“
Die European Fair Play Movement (EFPM) wurde auf deutsche Initiative 1994 in Zürich als NGO gegründet und zählt 40 korporative sowie 19 assoziierte Mitglieder. 1996 rief sie die „European Fair Play Awards“ ins Leben, um Fairness und Toleranz im europäischen Sport zu fördern.
