DOA schärft ihr Profil

19. oMV stellt die Weichen: Bildungsangebote für Mitglieder und Vereine rücken in den Mittelpunkt

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Mitglieder bei der 19. oMV in Frankfurt. © DOA

Am Freitag, 5. Dezember 2025, fand in Frankfurt am Main im Kap Europa die 19. Ordentliche Mitgliederversammlung (oMV) der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) statt. Im Vorfeld der DOSB-Mitgliederversammlung, die am Samstag im Kongresshaus der Messe Frankfurt folgte, erläuterten DOSB-Präsident Thomas Weikert und der DOA-Vorstand die Weichenstellungen für 2025 bis 2027.

Personeller Neustart in Vorstand und Geschäftsstelle

Mit Prof. Dr. Annette Hofmann als stellvertretende Vorsitzende und Wiebke Arndt als kommissarische Direktorin führte ein neues Moderationsduo durch die Sitzung. Denn im Jahresverlauf hatten sowohl die langjährige Vorsitzende Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper als auch Direktor Dr. Gerald Fritz die DOA verlassen.

Gemeinsam mit dem Vorstand um Lenka Dienstbach-Wech, Katja Kliewer, Prof. Dr. Manfred Lämmer, Prof. Dr. Wolfgang Maennig, Stefan Raid, Michaela Röhrbein und Miriam Welte stellte Hofmann die vielfältigen Aktivitäten vor, die 2025 realisiert werden konnten. Einen Überblick über das Deutsche Olympische Jugendlager (DOJL), das Biebricher Schlossgespräch mit der Verleihung des Fair Play Preises des Deutschen Sports, den Olympic Day, die Übersetzung des Olympic Values Education Programme (OVEP) und weitere Projekte bietet der Tätigkeitsbericht, der vor Kurzem erschienen ist.

Wissen in praxistaugliche und skalierbare Formate übersetzen

Im Mittelpunkt standen die Ausführungen zur zukünftigen Ausrichtung – ein Konzept, das der Vorstand und das Präsidium des DOSB mit dem DOA-Vorstand im Laufe des Jahres entwickelt hatten.

DOSB-Vorständin Michaela Röhrbein zeichnete die lebhaften Debatten nach: „Wir haben einen diskussionsfreudigen Vorstand“, merkte sie augenzwinkernd an. Zugleich machte sie deutlich, dass – unabhängig von den finanziellen Rahmenbedingungen, die durch die Inflation und weitgehend konstanten Zuschüsse vom DOSB und Land Hessen geprägt sind – eine strategische Fokussierung erforderlich sei: Von einem ausdifferenzierten Projekt- und Veranstaltungsportfolio soll der Weg zu klar profilierten Bildungsangeboten für die Mitgliedsorganisationen und Vereine führen.

„Die DOA schärft ihr Profil und versteht sich künftig noch deutlicher als Werte- und Bildungsakademie mit dem Auftrag, vorhandenes Wissen aus Sport, Wissenschaft und Praxis in verständliche, anwendbare Formate für den organisierten Sport zu übersetzen“, so Röhrbein. Im Zentrum stünden die Mitglieder der DOA und des DOSB sowie die Vereine: Über sie sollen Bildungsangebote, Formate und Materialien systematisch skaliert werden – etwa durch Beratung, Servicebausteine und Toolkits, die die DOA als Kompetenzstelle für Wertebildung, Wissenstransfer und Kommunikation bereitstellt.

Zugleich werden die Zusammenarbeit mit dem olympischen Netzwerk intensiviert und vorhandene Strukturen im DOSB, der Deutschen Sportjugend (dsj) und weiteren Einrichtungen genutzt, um Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergien zu heben. Damit knüpfte Röhrbein an die Worte von Thomas Weikert an, der das Potenzial der DOA für Sportdeutschland im Grußwort hervorgehoben hatte. Er berichtete zudem über die Entwicklungen der Olympiabewerbung und betonte: „Einige Länder haben eine Bewerbung, die gut ist … Deutschland hat gleich vier.“

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    Bei der 19. Mitgliederversammlung (oMV) waren zahrlreiche Vertreter*innen vor Ort. © DOA
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    Prof. Dr. Annette Hofmann führte als stellvertretende Vorsitzende durch die 19. oMV. © DOA
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    Thomas Weikert hielt das Grußwort bei der 19. oMV der DOSB-nahen Institution. © DOA
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    Der Olympic Day war eines von zahlreichen Projekten in diesem Jahr. © DOA
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    Prof. Dr. Manfred Lämmer stellte mit dem Vorstand die Aktivitäten 2025 vor. © DOA
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    Michaela Röhrbein erläuterte die geplante Neuausrichtung der Akademie im Detail. © DOA
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    Prof. Dr. Wolfgang Maennig blickt als Schatzmeister optimistisch in die Zukunft. © DOA
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Gesicherte Zukunft trotz finanzieller Herausforderungen

Im Verlauf erläuterte Schatzmeister Prof. Dr. Wolfgang Maennig, der die DOA im Lenkungskreis Olympiabewerbung des DOSB vertritt, den Jahresabschluss 2024. Er ging insbesondere auf die strukturellen Veränderungen ein: „So hart eine Krise auch sein mag, sie bietet stets eine große Chance auf Veränderungen.“

Einstimmig votierten die Vertreter*innen der DOA-Mitglieder für die Ergebnisverwendung der Jahresrechnung 2024, die Entlastung des Vorstands und den Haushaltsplan 2026 – ein starkes Zeichen in unsicheren Zeiten. Im Anschluss wurden Juliane Hummelt und Jan Hendler als Rechnungsprüfende bestätigt. Mit Gerhard Brillisauer, Rechnungsprüfer seit der Gründung 2007, stellte sich „ein echtes Urgestein“ nicht erneut zur Wahl. Hofmann würdigte ausdrücklich seine langjährigen Verdienste.

Martin Schönwandt, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung, sprach dem DOA-Vorstand seinen Respekt für die Arbeit im richtungsweisenden Jahr 2025 aus. Hofmann gab die Anerkennung an die Geschäftsstelle um Wiebke Arndt, Claudia Brill, Peter Fegers, Angela Klemens und Jule Kowik weiter: „Sie sind nicht nur mit großem Engagement, sondern mit Herzblut dabei.“

Ausblick auf das olympische Jahr 2026

Nach der erfolgreichen Mitgliederversammlung gilt der Fokus dem DOJL Milano Cortina 2026, das die DOA mit der dsj unter dem Dach des DOSB durchführen. Vom 4. bis 19. Februar werden 40 Jugendliche mit einem zehnköpfigen Leitungsteam zu den Winterspielen nach Norditalien reisen.

Neben dem Biebricher Schlossgespräch und dem Olympic Day, die langfristig in neuem Gewand erscheinen sollen, schreitet die OVEP-Übersetzung voran. In Abstimmung mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und Olympic Solidarity sollen die Arbeitsmaterialien im Herbst 2026 erscheinen – und für den deutschsprachigen Raum von Liechtenstein bis zur Schweiz verfügbar sein.