„Grazie Mille“ – DOJL im Rückblick
Am Sonntag endeten die Winterspiele in Norditalien – Zeit, „Danke“ zu sagen und zurückzuschauen
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| Eiskunstläuferin Hanna Keiß. © DOJL/Wohlfart |
Das Deutsche Olympische Jugendlager (DOJL) bildete den inoffiziellen Auftakt der Olympischen und Paralympischen Winterspiele, die am Wochenende zu Ende gingen. Bereits am 4. Februar 2026 – zwei Tage vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele – trafen sich 40 Teilnehmende aus Nachwuchsleistungssport oder Ehrenamt sowie das zehnköpfige Leitungsteam in München und reisten mit dem Bus nach Norditalien. In Mailand und Cortina d’Ampezzo erwarteten sie 15 Tage voller Eindrücke und Emotionen.
Wie schauen die Teilnehmenden mit ein wenig Abstand auf das DOJL Milano Cortina 2026? Welche Erinnerungen sind so frisch, als wäre das bunte Bildungs-, Kultur- und Sportprogramm der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) und der Deutschen Sportjugend (dsj) erst gestern zu Ende gegangen?
Vom Olympischen Jugendlager zur Olympiasiegerin
„Das Deutsche Olympische Jugendlager ermöglicht besondere Momente“, sagt Wiebke Arndt, kommissarische DOA-Direktorin und Leiterin des DOJL Milano Cortina 2026. Gerade wenn die Jugendlichen auf (sport-)politische Größen wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Mitglieder des Ausschusses für Sport und Ehrenamt um Aydan Özoguz oder Vertreter*innen des IOC wie Kim Bui und Christian Klaue treffen, sei die Tragweite greifbar. „Die Jugendlichen glücklich und motiviert für neue Aufgaben nach Hause fahren zu sehen, ist der Kern des Projekts. Wir werden viele von ihnen mit Sicherheit in Zukunft in verschiedenen Funktionen des Sports wiedertreffen.“
Rennrodlerin Julia Taubitz, die 2014 selbst am Olympischen Jugendlager teilgenommen hatte und bei den Olympischen Winterspielen 2026 Gold im Einsitzer und der Team-Staffel gewann, berichtete spontan beim Skispringen der Männer auf der Großschanze von ihren Erinnerungen und gab den Jugendlichen inspirierende Ratschläge mit auf den Weg.
Sie war damit nur eine von vielen Team D-Athlet*innen, die während der zweieinhalb Wochen den Kontakt mit dem Nachwuchs suchten. Die Jugendlichen trafen zum Beispiel das deutsche Eistanzpaar Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan gleich mehrfach – nach einer Führung vor dem Mailänder Dom sowie unmittelbar nach derem Wettkampf im Eislaufstadion. „Den Austausch fand ich persönlich sehr schön, zumal ich sie aus meinem Verein kenne“, blickt Teilnehmerin Hanna Keiß, die in Oberstdorf (Bayern) den Eiskunstlaufnachwuchs trainiert, zurück.
„Neben den Programmpunkten aus Sport, Politik und Kultur haben wir viel über die olympischen und paralympischen Werte gelernt“, zieht auch Para Radsportler Henry Schnetgöke aus Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen) ein positives Fazit. „Es gab zahlreiche Begegnungen, die mich nachhaltig beeindruckt haben und mich über das Jugendlager hinaus inspirieren. Besonders die Motivation der Sportler*innen zu erleben und der Austausch mit italienischen Jugendlichen haben mich begeistert.“
„IT’s Our Vibe“ – auf den Rängen und in den sozialen Medien
Der Slogan des Jugendlagers, der an das offizielle Motto „IT’s Your Vibe“ der Olympischen und Paralympischen Spiele angelehnt war, wurde nicht nur in Mailand und Cortina d’Ampezzo, in Antholz, Brixen oder Predazzo gelebt – er wurde auch im digitalen Raum spürbar.
Auf dem Instagram-Account @olympisches_jugendlager begleiteten die Jugendlichen ihre Erlebnisse vor Ort. Dass diese Inhalte auf großes Interesse stießen, zeigen die Zahlen: Rund 500 neue Follower zwischen dem 4. Februar und 4. März – eine Wachstumsrate von fast 25 Prozent. Hinzu kommen mehr als 18.500 Interaktionen sowie über 1,6 Millionen Impressionen auf den Kanälen des DOJL, der DOA und der dsj.
„Diese beeindruckenden Zahlen belegen: das Jugendlager wirkt – weit über die Olympischen Spiele hinaus“, sagt Luca Wernert, dsj-Vorstandsmitglied und stellvertretender Leiter des DOJL Milano Cortina 2026. „Es zeigt, wie viel Enthusiasmus in der Olympischen Idee steckt, wie sie von jungen Menschen getragen wird und viele Menschen begeistert. Und klar ist auch – diese ansteckende Freude wollen wir so bald wie möglich wieder im eigenen Land erleben!“
Alle Informationen zum Deutschen Olympischen Jugendlager finden sich auf der offiziellen Website und auf Instagram.
