„Ein inspirierender Ort, der Wissen, Geschichte und Sport vereint“

Sofia Ceretta blickt auf das 31. Postgraduierten-Seminar in Olympia zurück

Drei Studierende präsentieren ihre Abschlussurkunden
Sofia Ceretta bei der Schlusszeremonie. © IOA

Eine Italienerin für Deutschland in Griechenland: Treffender lassen sich die Begriffe „Völkerverständigung“ und „Globalität“, denen sich die Olympische Bewegung widmet, kaum beschreiben. Sofia Ceretta, Alumna der Deutschen Sporthochschule Köln, vertrat die Deutsche Olympische Akademie (DOA) beim 31. Postgraduierten-Seminar der Internationalen Olympischen Akademie (IOA) in Olympia. Die dreiwöchige Veranstaltung, die vom 20. September bis 12. Oktober 2024 stattfand, bot Promovierenden und Masterstudierenden aus aller Welt eine Plattform für den interkulturellen Austausch.

Olympische Bildung in historischer Kulisse

Während des Seminars tauchten die Teilnehmenden tief in die geschichtlichen, philosophischen und sozialen Zusammenhänge der Olympischen Bewegung ein. Inhaltlich hervorgehoben wurde insbesondere die Rolle von Athlet*innen in der modernen Gesellschaft. Die Akademie selbst bot einen inspirierenden „Ort, der Wissen, Geschichte und Sport vereint und die Tradition der antiken Olympischen Spiele mit den Werten des modernen Olympismus verknüpft“, wie Sofia in ihrem Nachbericht festhält. Die eindrucksvolle Kulisse in Olympia ermöglichte es allen, diese Ideale auf authentische Weise zu erleben.

Das Seminar umfasste eine Mischung aus Vorträgen, Exkursionen und interkulturellen Begegnungen. So standen u. a. Vorlesungen zu Themen wie der olympischen Geschichte, über die DOA-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Manfred Lämmer referierte, oder Sportethik auf dem Plan. Die Teilnehmenden besuchten historische Stätten, darunter die Akropolis in Athen und den Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Antike in Olympia. Sportliche Aktivitäten und abendliche Veranstaltungen, Tagesausflüge und Wanderungen boten zusätzliche Gelegenheiten für den persönlichen Austausch.

Sofia Ceretta hatte außerdem die besondere Gelegenheit, im Rahmen des 6. EOA-Kongresses, der zeitgleich an der IOA stattfand, eine Rede zu halten und ihre tiefgründigen Erfahrungen zu beleuchten.

  • © IOA
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Vorstellung der Forschungsprojekte

Um am Seminar teilnehmen zu können, mussten die Postgraduierten im Vorfeld ein (olympisches) Forschungsprojekt einreichen, das während des Seminars bearbeitet und diskutiert wurde. Sofias Thema ist dabei für Nationale Olympische Komitees wie den Deutschen Olympischen Sportbund von großer Relevanz.

In ihrer Masterarbeit „Transitioning beyond glory: The psychological toll of elite athletes and their evolving identities" untersuchte sie Faktoren, die die psychische Gesundheit von Athlet*innen beeinflussen – insbesondere im Zusammenhang mit ihrer athletischen Identität nach olympischen Wettkämpfen und am Ende der sportlichen Laufbahn.

Ihre Ergebnisse zeigen, dass der Spitzensport nach wie vor von Stigmatisierung und mangelndem Wissen geprägt ist, was die Fähigkeit der Athlet*innen einschränkt, Hilfe zu suchen. Besonders Personen mit einer stark ausgeprägten athletischen Identität leiden nach ihrem Karriereende häufiger unter depressiven Symptomen und Ängsten. Unterstützungsangebote, in denen Athlet*innen bei schwierigen Übergängen während ihrer Sportkarriere begleitet werden, sind vonseiten der (inter-)nationalen Verbände notwendig – und bedürfen einer fortlaufenden Weiterentwicklung.

Nachhaltige olympische Eindrücke

Das Postgraduierten-Seminar erwies sich erneut als wertvolle Veranstaltung für junge Akademiker*innen im Bereich der olympischen Studien, bei dem der internationale Austausch im Geiste der Olympischen Idee gefördert wurde. Für Sofia Ceretta, die sich auch zukünftig in die Olympische Bewegung einbringen möchte, eine prägende Erfahrung: „Die IOA ist ein Ort, an dem die Werte des Olympismus lebendig werden und man die Magie einer interkulturellen Gemeinschaft in vollem Umfang erleben kann.“

Mehr Informationen zu den Bildungsveranstaltungen der Internationalen Olympischen Akademie finden sich auf der offiziellen Website.

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