Eine Woche, viele Erinnerungen
DOA-Bildungsreferent Henning Kunkel berichtet von seiner Zeit beim EYOF 2025 in Nordmazedonien
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| Jolina Reinhold (l.) und Johann Grau. © Team D |
41 Grad im Schatten. Die Sonne brennt so erbarmungslos auf Skopjes Sportstätten, dass selbst der Boden des Basketballfeldes zu schmelzen scheint. Bei dieser Hitze stellt sich die Frage: „Schwitzt man beim Fächerschwenken mehr durch die Bewegung – oder lohnt es sich für den kleinen Hauch von Abkühlung?“ Mit einem Augenzwinkern blickt DOA-Bildungsreferent Henning Kunkel auf das European Youth Olympic Festival (EYOF) in der nordmazedonischen Hauptstadt zurück.
Tausende Teilnehmende in zahlreichen Wettkämpfen
Für die 18. Auflage des EYOF, das vom 20. bis 26. Juli 2025 stattfand, reisten rund 4.000 junge Athlet*innen aus 48 europäischen Ländern an, um sich in 15 Sportarten zu messen. Mit den Fahnenträger*innen Jolina Reinhold (Judo) und Johann Grau (3x3-Basketball) vorneweg, lief Team Deutschland bei der Eröffnungsfeier in das Jane Sandanski Sports Center ein – begleitet von Applaus und einem ganz besonderen Protagonisten.
Denn der Star der Eröffnungsfeier trug keinen Wettkampfanzug, sondern Plüsch – Maskottchen „Shiny“, eine strahlende Sonne. Nach einer fulminanten Tanzeinlage zu wummernden Techno-Beats war klar: Das Maskottchen war mehr als nur Dekoration. „Lang lebe Shiny“, notierte Kunkel pointiert.
Starke Leistungen – der Hitze zum Trotz
Doch nicht nur Shiny glänzte – auch die jungen Athlet*innen zeigten starke Leistungen. Das EYOF bietet ihnen traditionell eine hervorragende Möglichkeit, wertvolle internationale Wettkampferfahrung zu sammeln. Aufgrund der Sommerhitze wurden einige Wettbewerbe jedoch erst abends oder nachts ausgetragen.
„Die Nachtsessions waren teils komplett mit begeisterten Fans umlagert“, beschreibt Kunkel die Atmosphäre. „Es hatte abgekühlt, Musik begleitete das Geschehen und die Stimmung war grandios – das war pure Wettkampfatmosphäre.“
Ein weiteres Highlight: Der Kanu-Slalom am Matka Canyon. Inmitten malerischer Natur, die auch die Zuschauenden mit heiß ersehnten Schattenplätzen verwöhnte, bot sich den Teilnehmenden erfrischende Abkühlung durch das Wasser des naheliegenden Staudamms – eine willkommene Abwechslung zum Trubel des Wettkampfgeländes.
Kluge Köpfe, ruhige Hände – Teamwork am Fröbelturm
Nicht nur auf dem Spielfeld war Miteinander gefragt. Auch am Stand der European Young Olympic Ambassadors (EYOA), den Kunkel und zahlreiche internationale Volunteers betreuten, erwartete die Athlet*innen ein buntes Rahmenprogramm, bei dem sie ihre Konzentration, Koordination und Kommunikation üben konnten.
Ein Beispiel: Am Fröbelturm mussten Holzklötze im Team aufeinandergestapelt werden, wobei ein Haken von mehreren Personen über Seile gesteuert wurde – eine Aufgabe, bei der selbst aufgedrehte Jugendliche zur Ruhe fanden.
Trotz extremer Temperaturen zieht Henning Kunkel ein positives Fazit: „Sportlich herausragend, atmosphärisch besonders und menschlich bereichernd – die Woche in Skopje war ein echtes Sommermärchen.“
Weitere Eindrücke vom Sommer-EYOF in Skopje finden sich auf der offiziellen Website und auf Instagram. Kunkels früherer Bericht über das Winter-EYOF in Bakuriani, bei dem er bereits im Februar im Einsatz war, ist hier abrufbar.


