Wiebke Arndt verlässt die DOA
Nach über sieben Jahren sucht die Eventmanagerin eine neue berufliche Herausforderung – beim DFB
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| Wiebke Arndt © DOJL/Philipp Wohlfart |
Im „verflixten siebten Jahr“ endet der Weg von Wiebke Arndt bei der Deutschen Olympischen Akademie (DOA). Seit 2019 war die studierte Sportmanagerin als Referentin für die Veranstaltungen der Bildungseinrichtung verantwortlich. Im vergangenen Jahr übernahm sie zudem als kommissarische Direktorin die vakante Position der Geschäftsführung. Kurz vor der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wechselt sie im Juni zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) und bleibt dem organisierten Sport erhalten.
Viermal bei den Olympischen Spielen
Federführend organisierte sie in enger Abstimmung mit der Deutschen Sportjugend (dsj) die Deutschen Olympischen Jugendlager (DOJL) Tokio 2020, Peking 2022, Paris 2024 und Milano Cortina 2026. In Mailand übernahm sie zuletzt auch die DOJL-Leitung. Dazu kamen zahlreiche Olympic Days im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln, Biebricher Schlossgespräche in Wiesbaden, Mitgliederversammlungen und weitere Veranstaltungen. Auch als kommissarische Direktorin hielt sie die DOA im vergangenen Jahr trotz begrenzter Kapazitäten auf Kurs.
„Die DOA steckt derzeit in einem Veränderungsprozess. Die finanziellen Rahmenbedingungen sind anspruchsvoll, deshalb braucht es neben vielem anderen auch eine klare inhaltliche Fokussierung“, sagte Miriam Welte, seit März 2026 Vorsitzende der DOSB-nahen Institution, im Interview mit der Rheinpfalz. „Mein besonderer Dank gilt vor allem Wiebke Arndt, die die Direktion in der Übergangszeit interimsmäßig übernommen hat.“
Für ihren neuen Karriereweg wünscht die Deutsche Olympische Akademie ihrer langjährigen Leistungsträgerin viel Erfolg und alles Gute. „Mit ihrem großem Engagement und ihrer Ehrlichkeit hat sie bis zuletzt herausragende Arbeit geleistet“, so Welte. „Zugleich freuen wir uns, dass sich die Wege in der Zukunft kreuzen werden. Schließlich sitzt der DFB, den wir seit Langem zu unseren Mitgliedern zählen dürfen, nur wenige Kilometer entfernt in Frankfurt.“.
Nachbesetzung der Geschäftsführung
„Im Vorstand haben wir bewusst entschieden, die vakante Direktorenstelle nicht vorschnell zu besetzen“, betont Welte im Interview mit dem DOSB. „Zunächst brauchen wir Klarheit über Zielbild, Aufgabenprofil und künftige Struktur der Akademie. Erst auf dieser Grundlage wollen wir die Position nachhaltig und zukunftsorientiert vergeben.“
Auf die neue Geschäftsführung warten weitreichende Aufgabenfelder: von der Veröffentlichung und der Implementierung des Olympic Values Education Programme (OVEP) in deutscher Sprache über die Weiterentwicklung des Biebricher Schlossgespräches und des Olympic Day bis hin zu neuen Kooperationen mit den Mitglieds- und Partnerorganisationen.


