Ideen für die Zukunft der Spiele
Die Young Olympic Ambassadors entwarfen in Olympia Lösungsvorschläge für das IOC
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| Natalie Hermann und Luis Chab, die deutschen Delegierten für die 64. YOA-Session. © IOA |
Seit ihrer ersten Austragung im Jahre 1961 gilt die „International Session für Young Olympic Ambassadors“ (YOA) als bedeutendste Veranstaltung der Internationalen Olympischen Akademie (IOA). Sie bietet ein Forum zur freien Meinungsäußerung, in dem sich 20- bis 30-jährige Delegierte über Fragestellungen der Olympischen Bewegung austauschen können – ein „olympischer Think Tank“. Wir präsentieren Antworten der 64. YOA-Session auf aktuelle Herausforderungen, die an das Internationale Olympische Komitee (IOC) weitergeleitet werden.
Von „Mental Health“ bis Inklusion
Zehn Arbeitsgruppen erörterten in zwei Phasen das Thema „The athlete in modern society: inspiring and fostering unity“. Angeleitet wurden sie von Koordinator*innen wie Monika Zachau, die als deutsche Repräsentantin der International Olympic Academy Participants Association in die YOA-Session eingebunden war. Alle Working Groups entwarfen ein abschließendes Paper, das sie im Hörsaal präsentierten und zeitnah an das IOC übermittelt werden soll. Zu den adressierten Themen gehörten:
Die psychische Gesundheit der Athlet*innen
Die Olympische Bewegung unterstützt ihre Athlet*innen bereits durch Initiativen wie Athlete 365 und das IOC-Toolkit „Mental Health in Elite Athlets“. Dennoch kämpfen viele von ihnen mit psychischen Problemen. Häufig ein Tabuthema, denn: Athlet*innen werden vielerorts aufgrund kultureller Normen und Stereotypen als stark angesehen. Um ein Stigma zu brechen, sollten weitere Kampagnen zur Förderung der psychischen Gesundheit gestartet sowie existierende Programme und der Zugang zu Ressourcen verbessert werden.
Das Leben nach der Karriere
Eine umfassende Unterstützung durch verschiedene Programme ist notwendig, um Athlet*innen beim Übergang in neue berufliche Rollen zu helfen und finanzielle Stabilität zu gewährleisten.
Die Geschlechtergleichheit bei den Olympischen Spielen
Das IOC präsentiert Paris 2024 als historische Spiele für die Gleichstellung der Geschlechter, da exakt 50 Prozent der Athlet*innen weiblich und 50 Prozent männlich sein werden. Die Debatte über Inklusion bleibt jedoch offen, denn Gleichstellung umfasst weit mehr als nur die gleiche Anzahl von Frauen und Männern bei Sportgroßveranstaltungen.
Die Förderung einer inklusiveren Kultur
Derzeit sind die Olympischen Spiele bekannter und einflussreicher als die Paralympischen Spiele. Um eine inklusive Umgebung zu schaffen, ist es wichtig, die Kluft zwischen olympischen und paralympischen Athlet*innen durch gemeinsame Sportveranstaltungen, ganzheitliche Coaching-Modelle sowie Medien- und Marketingkampagnen zu verringern.
Zusammenfassung der Arbeitsgruppen
Die vorgestellten Lösungsvorschläge zeigen nur einen Ausschnitt der vielfältigen Ideen, die von den Young Olympic Ambassadors in ihren Working Groups erarbeitet wurden. Alle Ergebnisse des Cycle A werden hier, die des Cycle B hier bereitgestellt.


