Young Olympic Ambassadors Session

Seit mehr als 50 Jahren finden sich jährlich junge Repräsentant*innen aus aller Welt zur „Session for Young Olympic Ambassadors” – ehemals „Session for Young Olympic Participants“ – an der Internationalen Olympischen Akademie (IOA) zusammen. Die zweiwöchige Veranstaltung in Olympia widmet sich aktuellen Entwicklungen und zentralen Fragen der Olympischen Bewegung. Neben einem umfangreichen Programm aus Vorlesungen, Seminaren, sportlichen Aktivitäten sowie Kunst- und Literaturworkshops steht besonders die internationale Begegnung im Vordergrund.

Die Deutsche Olympische Akademie ist für die Auswahl, Vorbereitung und Entsendung der deutschen Vertreter*innen verantwortlich. Interessierte können sich bei der DOA für die Teilnahme bewerben.

Vorbereitungstreffen der IOA-Fahrer 2010

Gruppenbild der Teilnehmer*innen  der „50th International Session for Young Participants"Vom 28. – 30. Mai 2010 wurden in Frankfurt am Main die diesjährigen Teilnehmer*innen für die „50th International Session for Young Participants" der Internationalen Olympischen Akademie ( IOA) vorbereitet. Laurie Lösgen (Universität Münster), Anne Wöllmer (Universität Augsburg) und Jens Christoph Pech (Universität Bayreuth) werden Deutschland vom 16. bis 30. Juni 2010 in Olympia/Griechenland vertreten. Erwartet werden auch in diesem Jahr wieder ca. 200 Teilnehmer*innen aus über 100 Ländern, die im Rahmen der Hauptsession Sinn- und Grundsatzfragen des olympischen Sports diskutieren und sich vertiefend dem diesjährigen Sessionsthema „Olympism – The Olympic Movement as a platform for peace" widmen.

Neben der organisatorischen Vorbereitung der Reise wurden die Teilnehmer*innen auch inhaltlich auf die Zeit in Griechenland eingestimmt. So referierte DOA-Direktor Dr. Andreas Höfer über Geschichte und Auftrag der Internationalen sowie der Deutschen Olympischen Akademie, gab Einblicke in die Grundsätze des Olympismus und Aufgaben der Olympischen Bewegung. Ein historischer Überblick über die Entwicklung der antiken und modernen Olympischen Spiele rundete die Vorbereitung ab. Begonnen hatte das Vorbereitungstreffen übrigens mit keinem Geringeren als dem IOC-Präsidenten. Gespannt hörten die Studierenden den Gastvortrag Dr. Jacques Rogges zu „Sport and Social Development" an der TU Darmstadt.

Die Teilnehmer*innen selbst hielten während des Treffens je einen Kurzvortrag über „Olympische Erziehung: Pädagogische Grundsätze und Möglichkeiten einer zeitgemäßen Umsetzung", „Die olympische Friedensidee: Anspruch und Wirklichkeit einer humanen Utopie" sowie „Von Peking über Vancouver nach London: Aktuelle Fragen und Probleme der Olympischen Bewegung". Referent Tobias Knoch, selbst Teilnehmer an der Session 2008, gab Einblicke in „Alltag" und Programm der Akademie.

Bevor die Session beginnt wird Geschäftsführer Achim Bueble die schon traditionelle und international einzigartige Vortour leiten, welche die jungen Auserwählten u.a. zu antiken Stätten in Kap Sunion, Korinth, Epidauros, Nemea und Mykene führen wird.

IOA-Sessionen 2009

Als nationaler Partner der Internationalen Olympischen Akademie (IOA) ist die DOA auch für die Auswahl und Entsendung der deutschen Teilnehmer*innen an den diversen Veranstaltungen in Olympia (Griechenland) verantwortlich. Aus einer Reihe von qualifizierten Bewerbungen wurden für die Sessionen von 2009 folgende Personen ausgewählt:

Bei der 10. Internationalen Session für Direktoren der Nationalen Olympischen Akademie (6. bis 13. Mai) vertritt der Stellvertretende Vorsitzende Prof. Dr. Helmut Altenberger die DOA.

Am 12. Internationalen Seminar für Sportjournalisten (26. Mai bis 1. Juni) nimmt Christian Klaue vom Sportinformationsdienst (sid) teil.

Für die 49. Hauptsession für „young participants" (10. bis 24. Juni) wurden Alexandra Kolier (Deutsche Sporthochschule Köln), Vanessa Reuter (Universität Bayreuth) und Simona Sommer (Universität Regensburg) nominiert.

Am 17. Internationalen Seminar für Postgraduierte (1. bis 30. Juli) nimmt der Träger des Willi-Daume-Stipendiums 2009. Karsten Liese (Universität Mainz) teil.

Und bei der 2. Internationalen Session für olympische Medaillengewinnern (14. bis 20. Juli) vertritt Hockey-Olympiasiegerin Marion Rodewald die deutschen Farben. Bei dieser Veranstaltung hält DOA-Vorstandsmitglied Prof. Manfred Lämmer (Deutsche Sporthochschule Köln) auf Einladung der IOA einen Vortrag (14. bis 20. Juli) über „Ähnlichkeiten und Unterschiede olympischer Athleten in Antike und Moderne".

Prof. Axel Horn, der im vergangenen Jahr für die DOA an der Session für Pädagogen und Hochschullehrer teilnahm, spricht bei der Session für NOA-Direktoren über die Olympischen Jugendspiele und deren pädagogisches Potential.

Vorbereitung von A bis Z: Vor-Tour zur 47. IOA-Hauptsession

Von der Akropolis bis zum Göttervater Zeus, von den Zulassungsbestimmungen für die Olympischen Spiele in Peking bis zu Antidopingmaßnahmen: Die drei deutschen Teilnehmenden an der diesjährigen Hauptsession der Internationalen Olympischen Akademie (IOA), Claudia Behrens (Deutsche Sporthochschule Köln), Ulf Sieberg (Universität Leipzig) und Karsten Liese (Universität Frankfurt), im Juni im griechischen Olympia erfuhren eine anspruchsvolle Vorbereitung.

Unter der Leitung von Achim Bueble (DOA) unternahm die Gruppe eine viertägige Studientour, die Korinth, Epidauros, Mykene, Nemea und einige andere historische Stätten umfasste, die aber nicht allein dazu diente, die Teilnehmer mit der Geschichte des Sports im klassischen Altertum vertraut zu machen, sondern auch eine umfassende atmosphärische und inhaltliche Einstimmung auf den zweiwöchigen Studienaufenthalt in der in Sichtweite des antiken Olympia gelegenen Akademie gewährleistete.

Diese intensive Art der Vorbereitung, die der DOSB sowie zuvor das NOK für Deutschland schon seit Jahrzehnten seinen Repräsentanten an den IOA-Veranstaltungen bietet und seit jeher ein Privileg der deutschen Teilnehmer*innen darstellt, wurde in die Verantwortung der DOA überführt und soll auch in Zukunft einem hohen Standard genügen.

Dieses Mal stand das Sessionsthema "Von Athen nach Peking" im Blickpunkt des Interesses und der Vorbereitung, die bereits mit einem ersten Treffen im Mai in Frankfurt eingeleitet wurde, bei der sich die Teilnehmer*innen mit Referaten zu pädagogischen, künstlerischen und ökonomischen Aspekten der Olympischen Bewegung und der bevorstehenden Spiele in Peking auszeichneten.

Neben einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der Frage, wie dem Missbrauch im Sport durch Doping wirksam beizukommen sei, zeigte sich bei den Beteiligten ein großes Bedürfnis, über Chancen und Risiken zu diskutieren, die mit der Vergabe der Olympischen Spiele nach China einhergehen. Trotz kritischer Distanz zu den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen und Entwicklungen mündeten die Diskussionen doch in der Hoffnung, dass mit der Vergabe des Weltereignisses des Sports China wirksame Impulse für eine Öffnung des Landes erhalten könnte, die den Menschen vor Ort langfristig zu Gute kommen könnte. So blickten die Studierenden mit besonderem Interesse den drei angekündigten Vorträgen chinesischer Repräsentanten im Rahmen der IOA-Session entgegen, die sich mit der politischen und sozialen Bedeutung der Olympischen Spiele für das moderne China bzw. dem Einfluss der hinesischen Kultur auf die Organisation der Spiele sowie der Verankerung eines olympischen Erziehungsprogramms in die weiteren Vorbereitungsmaßnahmen beschäftigen. Am Ende der Vor-Tour zeigten sich die Beteiligten jedenfalls gespannt, höchst motiviert und gut gerüstet, um in den Diskussionsrunden mit den insgesamt mehr als 250 Teilnehmern*innen aus fast 150 Ländern kompetent ihre Meinung vertreten und damit überzeugende und sympathische Repräsentanten des deutschen Sports sein zu können.

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